Hand schläft ein beim Radfahren

Kennen Sie das auch? Man ist mit dem Rad unterwegs, möchte einfach nur das schöne Frühlingswetter und die Landschaft genießen und ein wenig entspannen, sich vom Stress der Arbeitswoche erholen und dabei etwas für die Gesundheit tun. Plötzlich fangen aber die Finger an zu kribbeln und zu stechen als würde einem etwas das Blut abschnüren.

Man bleibt stehen und schüttelt die Hand und den Arm gründlich aus, lockert den Handschuh oder zieht ihn ganz aus, massiert das Handgelenk und die Finger bis der Schmerz endlich lachlässt und man in Ruhe weiterfahren kann. Doch schon nach kurzer Zeit fängt es schon wieder an und bald sind die Finger trotz wiederholter Stopps ganz taub.

Aber woher kommt das eigentlich?

Wenn ja, dann haben Sie sich sicher schon oft gefragt woher das eigentlich kommt. Was kann ihnen denn überhaupt das Blut abschneiden wenn Sie nur ein lockeres T-Shirt tragen und sogar schon Ihre Fahrradhandschuhe abgelegt haben? Da ist doch nichts das Ihre Blutgefäße abdrücken und die Durchblutung Ihrer Finger stören kann. Sind es vielleicht verkrampfte Muskeln?

Hand schläft ein beim Radfahren
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Aber so krampfhaft halten Sie Ihre Lenkstange doch gar nicht. Das könnten Sie auch nicht wenn Sie noch in der Lage sein wollen den Lenker loszulassen um den Arm zum Abbiegesignal auszustrecken. Liegt vielleicht ein ernsthaftes Gesundheitsproblem vor das sich nur zufällig gerade beim Fahrradfahren zeigt?

Nein, keine Sorge, so schlimm ist es zum Glück meistens nicht. Nur falls das Problem auch bei anderen Gelegenheiten auftritt, sollten Sie sich damit an einen Arzt wenden. Insbesondere wenn Ihre Finger auch in der Nacht öfters taub werden könnte es sich um ein Karpaltunnelsyndrom handeln das eine medizinische Behandlung erfordert.

Wenn das Problem tatsächlich nur beim Radfahren auftritt handelt es sich aber höchstwahrscheinlich einfach nur um eine schlechte Armhaltung die dazu führt, dass Ihr Handgelenk beim Radfahren nach oben abknickt und die Muskeln an seiner Unterseite auf die Blutgefäße drücken. Das kann an einer falschen Einstellung der Lenkstange, aber auch an ihrer Form liegen.

Die richtige Haltung der Lenkstange

Achten Sie darauf Ihre Lenkstange so zu positionieren, dass Ihr Unterarm und Ihr Handgelenk bei der Fahrt eine Linie bilden und das Handgelenk auf keinen Fall abknickt. Winkeln Sie die Ellbogen ab statt die Arme durchgestreckt zu halten und halten Sie die Lenkstange locker.

Die Lenkstange selbst sollte nicht gerade sondern leicht nach innen gebogen verlaufen um Druck auf die Außenseiten Ihrer Handgelenke zu vermeiden. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Lenkstange dafür sorgt, dass Ihre Handflächen möglichst breit aufliegen.

Andere hilfreiche Ausrüstungsgegenstände

Die einfachste Maßnahme die Sie ergreifen können ist sich speziell gepolsterte Fahrradhandschuhe zu kaufen. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Handschuhe gut passen und ziehen Sie sie am Handgelenk nicht zu fest zu damit sie nicht selbst Druck auf Ihre Blutgefäße ausüben.

Es gibt auch spezielle ergonomische Griffe die ebenfalls unterfüttert sind und durch ihre Wölbung für eine bessere Verteilung Ihres Körpergewichts auf Ihre Handfläche sorgen. Auch Bar Ends, das sind „Hörnchen“ die an der Außenseite des Lenkers montiert werden, können helfen die Handhaltung zu korrigieren.